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Hinterstockhorn 2010

Wertach 2010

Es ist der 12. Mai. Von sommerlicher Wärme nichts zu spüren.

Wir sammeln uns an drei Orten und starten um 14:00 Uhr Richtung Osten.
Die letzte Gruppe startet um 17:00 Uhr. Die Hoffnung, im 300km entfernten Allgäu würden wir etwas Sommer finden, wird jäh zerstört, als wir um ca. 18:00 Uhr am Grüntensee eintreffen. Im Gegensatz zu unseren Hüttenwarten Trixi und Klaus, empfängt uns das Wetter nicht allzu freundlich.

Der zweite Trupp ist angekommen, wir lösen unsere Patente und fahren nach Wertach in unser Hotel. Die Wirte, extra aus Norddeutschland angereist, haben kurzfristig das Hotel übernommen und reisen nach unserer Abfahrt ebenfalls zurück. Extra wegen vier Tagen das Hotel zu beheizen, liegt dann wohl nicht mehr drin. Aber wenigstens fürs Frühstück sind sie für uns da.

Es ist schon 22:00 Uhr. Die letzte Gruppe trifft in Wertach ein und wir sind gerade am Nachtessen im Hotel „bei Jörg“. Wir legten uns frühzeitig schlafen, während andere spätabends die Qualität deutscher Zimmertüren austesteten.

Eine kühle Nacht und ein noch kühleres Badezimmer später, finden wir uns am Frühstücksbuffet zusammen und wundern uns über einige übernächtigte Gesichter.

Wir haben Nieselregen bei ca. 8°C und fahren an den Grüntensee, wo wir unsere Boote schnappen. In warmen Jacken und Kaputt ist der Tag auf dem See gut zu überstehen. Nur die dauernd nass-kalten Finger erschweren gegen Nachmittag das Binden der Systeme.

Einige von uns gehen aber nach dem Mittagessen nicht mehr raus, feuern in der Hütte und klopfen einen Sidi. Plötzlich wir es ein wenig laut, so dass übernächtigte nicht mehr ihre Ruhe finden und aus dem Schlaf gerissen werden.

Einige bleiben bis 17:00Uhr draussen, können aber mit stattlichen Fängen kaum glänzen. Am Abend begehen wir den Vatertag mit einem feinen Essen im Camping-Restaurant, keine 200m vom der Fischerhütte entfernt.

Zurück im Hotel suchen einige noch die legendäre Bar von letzter Nacht.

Eine weitere kühle Nacht und nasse Badetücher, die in der Kälte nicht abtrocknen, später, gehen wir nach dem Frühstück wieder auf Angriff.

Heute ist es wenig wärmer aber deutlich trockener. So halten wir es länger auf unseren Booten aus und bringen beachtliches an Land. Es bissen grosse Egli von 36 bis 38cm. Das Full-Pack gibt’s auch heute für die meisten von uns.

Nach einem kurzen Stop im Hotel, fahren wir nach Nesselwang, wo uns eine sehr üppige und feine Küche erwartet. Heute Abend zahlt der Klub das Essen.

Die letzte Nacht im Kühlschrank – und wir sind wieder wie aus dem Ei gepellt. Bereit nach dem Frühstück und dem Bezahlen einer deutschen DIN-Tür (25Euro) nach Hause zu fahren.

Den Fisch geholt, die Ruten eingepackt, ging es wieder Westwärts – und wie immer auf einer neuen Route.

Petri Heil und herzlichen Dank ins Allgäu
ps/bl